Projekt “Das Recht, Rechte zu haben”

Das Recht, Rechte zu haben

Eine Reihe von Abendveranstaltungen und Schulworkshops auf Basis des Kurzfilms „Das Recht, Rechte zu haben"

Mit unserem Kurzfilm „Das Recht, Rechte zu haben" als Ausgangspunkt organisierten wir sechs öffentliche Veranstaltungen und vier Schulworkshops – und schufen damit Räume für Wissen, Austausch und Empowerment rund um Migration, Staatsbürgerschaft und politische Teilhabe in Deutschland.

Quick Facts

Location: Deutschland (NRW & Berlin)

Years: 2025

Themes: Staatsbürgerschaft, Rechte, Politische Partizipation, Flucht

Warum das wichtig ist

Menschen ohne deutschen Pass sind politisch weitgehend unsichtbar – obwohl sie Teil dieser Gesellschaft sind. In Deutschland bleibt politische Teilhabe für viele strukturell verwehrt: Nicht-Staatsbürger*innen können nicht wählen, leben mit unsicheren Aufenthaltsstatus, erfahren rassistische Diskriminierung im Alltag und haben kaum Räume, ihre Perspektiven in gesellschaftliche Debatten einzubringen. Gleichzeitig fehlt es in der politischen Bildung oft an niedrigschwelligen Zugängen zu dieser Realität – gerade für junge Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografien.

Was wir tun

  • Filmvorführungen & öffentliche Diskussionsveranstaltungen: Sechs Abendveranstaltungen in Berlin, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Wuppertal, mit dem Kurzfilm Das Recht, Rechte zu haben als Ausgangspunkt. Story Circles ermöglichten niedrigschwelligen Austausch, gefolgt von Podiumsdiskussionen mit Vertreter*innen migrantischer Selbstorganisationen.
  • Schulworkshops: Vier ganztägige Workshops an zwei Schulen – einem Berufskolleg in Dortmund und einer Integrierten Sekundarschule in Berlin – mit ca. 80 Schüler*innen. Die Workshops verbanden Filmausschnitte, interaktive Methoden und Gruppenarbeit, angepasst an sprachlich heterogene Klassen mit Fokus auf Wissensaufbau und Empowerment.
  • Materialentwicklung: Die Workshoperfahrungen flossen direkt in die Überarbeitung der begleitenden pädagogischen Handreichung ein – mit Schwerpunkt auf Niedrigschwelligkeit,  einfacher Sprache und differenzierten Methoden.

Wirkung & Ergebnisse

  • Reichweite & Vernetzung: Rund 150 Personen nahmen an den Abendveranstaltungen teil, vertieften ihr Wissen zu Staatsbürgerschaft und Ausschlüssen und lernten von geteilten Erfahrungen zivilgesellschaftlichen Engagements. Lokale Partnerorganisationen kooperierten bei Organisation und Bewerbung der Events und gestalteten die Diskussionen mit – was Netzwerke für künftige politische Bildungsarbeit stärkte.
  • Empowerment im Klassenraum: Schüler*innen setzten sich intensiv mit Fragen von Ausschluss, Rechten und Zugehörigkeit auseinander, häufig aus eigener Erfahrung. Lehrkräfte berichteten von hoher Aufmerksamkeit und Beteiligung; beide Schulen planen eine Fortsetzung.
  • Folgewirkungen: Auf Basis der Projekterfahrungen entsteht ein Folgeprojekt (gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Berlin), das eine jugendgerechte Filmfassung und angepasste didaktische Materialien vorsieht.

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